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Iris Schädlinge

Iris sind an ihren natürlichen Standorten prinzipell robuste und krankheitsresistente Pflanzen. Vor allem in Pflanzenkulturen unterliegen sie jedoch dem möglichen Angriff durch Pilze, Viren und auch Schädlinge, hier insbesondere Blattläuse, Schnecken und Wurzelbohrer, auf die im Folgenden eingegangen werden soll:

 

 


 

Blattläuse: Befallen Blattläuse in größerer Zahl eine Pflanze, wird die Pflanze dadurch meist geschädigt. Die Blattläuse stechen in die Leitungsbahnen und saugen den Pflanzensaft. Durch den Entzug von Nährstoffen werden die Pflanzen geschwächt.

Blattläuse lassen sich mit Marienkäfern oder anderen natürlichen Nützlingen (z.B. Flor- und Hainschwebfliegenlarven) bequem und nachhaltig bekämpfen. Werden die Besonderheiten und Bedürfnisse der ausgesetzten Nützlinge, die man im Fachhandel beziehen kann, berücksichtigt, ist ein Einsatz mit sehr guten Erfolgen möglich. 

 Eine weitere Möglichkeit ist, die befallene Pflanze mit Seifenwasser zu behandeln.  Dazu eignet sich am besten die Zugabe von flüssiger Seife in eine mit Wasser gefüllte, handelsübliche Sprühflasche. Es ist wichtig, die gesamte Pflanze intensiv zu besprühen, damit die Blattläuse in Kontakt mit dem Seifenwasser kommen. Ggf. nach ein paar Tagen den Vorgang wiederholen.

 

Schnecken bevorzugen insbesondere junge oder frisch ausgetriebene Pflanzen und verursachen Löcher (auch in der Blattmitte) und zerfressene Blätter bis hin zum Kahlschlag. Schneckenbekämpfung kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen; z.B. ganz einfach mit einem alten Plastikblumentopf, dessen Boden man abschneidet und dann vorsichtig über die Iris stülpt (min. 10cm im Boden und 20cm in die Höhe) oder mit einem Schneckenzaum, der aber nicht günstig zu kaufen ist. Die beliebtestes Methode ist das Schneckenkorn; es gibt aber mittlerweile auch ökologisch, nachhaltige Produkte auf dem Markt.

 

Wurzelbohrer (Drahtwürmer) sind gelblich-weiße, gegliederte "Würmchen" mit einem kastanienbraunen Kopf und sechs kurzen Füßchen an der Bauchseite. Sie sind durch die Panzerung steif und relativ hart, worauf der Name zurückgeht. 

Junge Tiere sind nur einige Millimeter groß, und nach ca. 5 Jahren wachsen sie bis auf drei Zentimeter Länge heran. Eigentlich handelt es sich nicht um Würmer, sondern um die Larven des Schnellkäfers, der im Boden seine Eier ablegt.  Der bräunliche Käfer ist etwa einen Zentimeter lang und ernährt sich ebenfalls von Pflanzenteilen, jedoch nur sehr wenig.

Die Schädlinge können auf den verschiedensten Kulturflächen auftreten. Anzeichen für einen möglichen Befall mit Drahtwürmern ist erkennbare Wassereinlagerung im Blattwerk und eine gelblich-braune Verfärbung im Blattansatz, was darauf hinweist, dass das Rhizome bereits begonnen hat zu faulen. Ein weiterer Hinweis sind Löcher im Rhizome, die aber nur dann zu erkennen sind, wenn die Pflanze z.B. aufgrund Neupflanzung nach Teilung im Spätsommer aus dem Boden geholt wird.

Wenn ein teilweiser Befall während der Wachstumsphase erkennbar ist, entfernen Sie das betroffene Blattwerk und inspizieren das Rhizome. Entfernen sie befallene Stellen des Rhizoms mit einem sauberen Messer oder einer Gartenschere.  Besprühen Sie das Rhizom mit einer Mischung (im Verhältnis 1:10) aus chlorhaltigem Desinfektionsmittel und Wasser. Ist das gesamte Rhizom befallen, sollten sie die komplette Pflanze besser entsorgen.

Außerdem lassen sich Drahtwürmer ködern, zum Beispiel mit Kartoffelhälften. Dazu werden die Kartoffelhälften etwa drei bis fünf Zentimeter tief, mit der Schnittfläche nach unten, eingegraben. Auch Salatsetzlinge dienen als Fangpflanzen. Die geköderten Drahtwürmer werden dann, z.B. mit kochendem Wasser, abgetötet. Eine regelmäßige Kontrolle der ausgelegten Köder ist notwendig.

Entscheiden ist die Vorsorge: Bei Neupflanzungen ist zunächst eine gründliche Bodenvorbereitung wichtig. Dazu sollte die ausgewählte Bodenfläche vor der Pflanzung gründlich bearbeitet z.B. gefräst werden, damit die Schädlingen keine Möglichkeit der Entwicklung haben, Eiablagen und unbewegliche Junglarven sind stark austrocknungsgefährdet.

Inspizieren Sie die Iris während der der Blütezeit regelmäßig und entfernen bereits vertrocknete Blätter, die einen idealen Platz für die Eiablage des Wurzelbohrers bieten.